Slic3r

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Best Practice

Wenn man Slic3r mit Repetier_Host nutzt um seine Drucke zu erstellen ist es sinnvoll, in Slic3r s.g. Profile für verschiedene Printer, Filamente und Drucke zu verwenden.

Profile anlegen

In der Slic3r Konfiguration können mittels Drop-Down-Menü verschiedene Profile angelegt werden.

Profile in Repetier-Host nutzen

Die zuvor angelegten Profile können anschließend in Repetier-Host bequem ausgewählt werden.

Nicht vergessen: Vor dem Slicen auch das richtige Profil einstellen!

Konfiguration Slic3r

Ein Manual auf Englisch ist hier zu finden: http://manual.slic3r.org/

Bitte die eingetragenen Werte in den folgenden Abbildungen nicht als Empfehlung übernehmen, sie müssen je nach Druckobjekt, Sorte des Filaments usw. anders eingestellt werden!

Print Settings:

Layers and perimeters

Hier wird bestimmt wie die einzelnen Schichten = Layers gedruckt werden sollen:

Layers&Perimeters.jpg


1: Wie dick sollen die Schichten gedruckt werden? Bei 0,5er Standarddüse wird zwischen 0,3 (grob) bis 0,1mm (fein) empfohlen. Die erste Schicht sollte um 0,1 - 0,05mm dicker sein, damit sie auch wirklich kleben bleibt.

Beispiel für 5. Extra Perimeters if needed

2: "Vertical shells" bestimmt die Stärke der Außenwand des Objekts, also wie oft "klebt" man eine Bahn direkt an die daneben liegende. Das ergibt eine solide Außenhaut. Empfohlen sind 3 - 5 Bahnen.

3: Wenn "Spiral vase" ausgewählt ist wird die Außenwand wie eine Spirale gedruckt. Dabei wird automatisch nur eine Außenbahn u. keine Füllung = Infill (s.u.) und keine Oberschicht gedruckt. Wenn nicht gewählt, wird eine horizontale Schicht = Layer fertig gedruckt, dann wird die Z-Achse um eine Layerhöhe angehoben und eine neue Schicht gedruckt.

Eingeschaltet verhindert, dass beim Neubeginn eines Layers evtl. kleine "Nasen" an der Oberfläche entstehen.

4: Wie viele solide Layer sollen der unterste und die oberste Teil des Objekts haben?

5: Fügt zusätzliche Perimeter hinzu, wenn ansonsten die Füllung nicht richtig bedeckt werden kann.

6: Verhindert sich kreuzende Druckwege. Verlangsamt das Slicen und Drucken.

7: Damit erkennt der Slicer wenn es dünne Wände gibt. Dünn ist hier Perimeteranzahl * 2 * Düsendurchmesser (bzw. Perimeterdicke). Also wenn man mit einer Düsenbreite von 0.4mm arbeitet und die Wand 0.4/0.8 oder 1.2mm dick ist schafft es bisher nur Slic3r diesen Bereich sehr geschickt zu füllen (im Vergleich zu Cura oder S3D).

8: Eine Option, um Bridging zu erkennen. Filamentvorschub und Lüftergeschwindigkeit werden erhöht um bessere Brücken zu erzeugen. (experimentell)

9: Auswahl des Startpunktes von einer neuen Schicht bei einer Außenwand: "aligned" = übereinander, "random" = zufällig, "nearest" = am nähersten von der momentanen Position der Düse

10: Äußerste Bahn eines Layers als Erste drucken. Wenn nicht ausgewählt wird die Außenschicht von innen nach außen gedruckt.

Infill

Infill=Füllung: Normalerweise reicht eine feste Außenhaut aus 3 - 5 Bahnen und den Rest mit einer "luftigen" Füllung zu versehen. Auswirkung ist weniger Filamentverbrauch, schnellerer Druck und geringeres Gewicht.

Infill.jpg


1: 0%=hohler Innenraum, 100%=Infill solide wie Außenhaut. Empfohlen ist hier mindestens 25 - 30%

2: die Form, womit gefüllt werden soll. Eine gute Übersicht über die Muster gibt es hier: http://manual.slic3r.org/expert-mode/infill

rectilinear = geradlinig

line =

concentric = symmetrisch um eine gemeinsame Mitte, kreisförmig

honeycomb = 6-eckig, wabenförmig

hilbertcurve =

archimedeanchords =

octagramspiral =

Am einfachsten mal selbst ausprobieren.

3: wenn angekreuzt, wird das Infill kombiniert, dickere Schichten gedruckt, um die Druckgeschwindigkeit zu erhöhen.

4: wenn angekreuzt wird nur dort ein Infill gedruckt, wo die darüberliegenden Schichten es erfordern

5: jede x-te Schicht eine solide einfügen (?)

6: Füllwinkel; bei 90° wird in X/Y-Richtung gefüllt, bei z.B. 45° diagonal (auch abhängig davon, was unter 2) gewählt wurde). Brücken werden in der Richtung gefüllt, die Slic3r als die beste erachtet.

7: Erzwingt einen soliden Layer bei Ebenen, die kleiner sind, als der eingestellte Schwellenwert (Standad ist 70)

8: Nur Filament aus der Düse zurück ziehen ("Retract"), wenn die darüber liegenden Außenbahnen (Perimeters) nicht gekreuzt werden (?)

9: Zuerst Infill, dann Perimeter drucken in jedem Layer? Nicht ausgewählt: Erst P., dann I.

Speed

Die Geschwindigkeit, mit der gedruckt werden soll. Abhängig z.B. von Temperatur der Düse, Ventilator-Einstellungen usw.

Kann bei RepetierHost nachträglich auch manuell gesenkt bzw. erhöht werden.

Slic3rSpeed.jpg



1: Druckgeschwindigkeit, mit der die äußeren Lagen gedruckt werden.

2: DG von Perimetern mit Radius unter 6,5mm (z.B. Schraubenlöchern). %-Eingabe bezieht sich auf obigen Eintrag.

3: Geschwindigkeit, in der die äusseren Perimeter gedruckt werden sollen. Prozentuale Angabe erzwingt eine Berechnung aufgrund des o.a. Wertes.

4: Druckgeschwindigkeit der Füllung/Infill

5: Druckgeschwindigkeit für solide Schichten/Layer, z.B. Boden, oberer Abschluss. %-Eingabe bezieht sich auf obigen Infill-Eintrag.

6: Druckgeschwindigkeit der obersten Schichten/Layers

7: Druckgeschwindigkeit für Trägermaterial, z.B. für Layers, die keine Unterlage haben

8: Druckgeschwindigkeit für Zwischenschichten im Trägermaterial

9: Druckgeschwindigkeit für bridges (?)

10: Druckgeschwindigkeit um Lücken zu füllen. Zu schnelle Zickzack-Bewegungen können zu störenden Eigenresonanzen führen.

"0"-Eintrag verhindert Lückenfüllung.

11: Düsengeschwindigkeit, wenn kein Druckmaterial ausgegeben wird ("Leerfahrt")

12: Druckgeschwindigkeit des ersten Layers (bei Haftungsproblemen könnte Runtersetzen helfen)

13: Beschleunigung der Druckfahrt für Perimeters (?)

14: Beschleunigung der Druckfahrt für Infills (?)

15: Beschleunigung der Druckfahrt für Bridges (?)

16: Beschleunigung der Druckfahrt für ersten Layer (?)

17: (?)

Skirt and brim

"Skirt" ist eine Umrandung, mit der die Düse "sich frei- bzw. einblasen" kann, bevor mit dem Druck des eigentlichen Objekts begonnen wird.

"Brim" ist ein (eine Schicht hoher) Rand um ein (kleines) Objekt, um die Haftung auf dem Druckbett zu verbessern.

Sk&brim.jpg


1: Anzahl der Umrundungen um das Druckobjekt, bevor der eigentliche Druck damit beginnt.

2: Abstand vom Druckobjekt in mm.

3: Höhe des Randes. Normal: 1. Mehrere Layers können verhindern, dass sich das Druckobjekt an Rändern/Ecken verzieht, nur sinnvoll wenn 2) auf 0mm. Evtl. hilfreich bei Druck mit ABS-Filament.

4: Es werden mindestens so viele Runden Skirt gemacht, damit diese Menge an Filament verbraucht wird.

5: Breite des Rands um das Druckobjekt, um Haftung auf dem Druckbett zu verbessern.

Support material

SuppMat.jpg

1: Soll Stützstruktur erstellt werden?

2: Bis zu welchen Winkel Überhang kann der Drucker ohne Probleme drucken (und muss somit nicht unterstützt werden)? Bei "0" versucht Slic3r automatisch zu erkennen, wo eine Stützstruktur verwendet werden soll.

3: Die ersten X Schichten müssen eine Stützstruktur haben (auch wenn der Winkel größer ist).

4: Das Objekt wird um X Schichten hochgehoben und darunter Stützstruktur erstellt.

5: Welches Füllmuster soll für die Stützstruktur verwendet werden

6-9: (?)

10: Sollen bridges nicht gestützt werden. (Sollte aktiviert werden, da Slic3r versucht diese ohne Stützstruktur schnell in die Luft zu drucken)

Notes

Hier können Anmerkungen hinzugefügt werden, z.B. was geändert wurde



Output options

OutpOptions.jpg


1. Wenn bei einem Druckdurchgang mehrere Objekte gedruckt werden sollen, kann hier angekreuzt werden. Dann wird zunächst ein Objekt fertig gedruckt, bevor mit dem nächsten begonnen wird. Das bewirkt, dass beim Abbruch eines Druckauftrags nicht zwei o. mehr halbfertige Objekte übrig bleiben, sondern evtl. das erste Objekt schon fertig ist. Angeblich soll Slic3r warnen, dass es wegen der Aktivierung dieser Möglichkeit zu Kollisionen kommen könnte, aber es wird Vorsicht empfohlen! Allgemein nicht empfehlenswert

2. u. 3. Sicherheitsabstände um bei Aktivierung von Punkt(1) Kollisionen zu vermeiden

4. Auswahl bewirkt, dass G-Code zeilenweise durch Beschreibung ergänzt wird. Wird der G-Code per SD-Card zum Drucker gegeben könnte das die Firmware verlangsamen

5. File-Name des G-Codes. In der Blase sind verschiedene Möglichkeiten zur Benennung angegeben

6. Hier können Programme angegeben, die den fertigen von Slic3r erstellten G-Code weiterbearbeiten.

Multiple Extruders

Im Normalfall für den K8200 nicht von Bedeutung



Advanced

Advanced cr.jpg



Filament Settings

Filament

Slic3rFilament.jpg


1: Durchmesser vom Filament. Mehrfach ausmessen, dann den Mittelwert eintragen. Oder:

2: Zahl eintragen, mit dem der Durchmesser multipliziert werden soll. Wird hier z.B. "1.1" eingetragen, bewirkt das das Gleiche, als wenn unter (1) 3.3mm eingetragen wird

3: Temperatur von Extruder und Bett für die erste Lage (Layer) und die folgenden

Cooling

Cooling.jpg


1: Lüfter immer eingeschaltet (im Normalfall nicht zu empfehlen bei PLA)

2: Wenn dies eingeschaltet ist wirken die weiter unten eingestellten Regeln


Wenn die voraussichtliche Zeit für den Druck eines Layers unter der unter 8) angegebenen liegt, läuft der Lüfter mit unter der unter 4) angegebenen Zeit und die Druckgeschwindigkeit wird reduziert, damit pro Layer mindestens unter der unter 3) angegebenen Zeit gedruckt wird (Geschwindigkeit wird nie unter unter der unter 9) angegebenen reduziert).

Ist die Druckzeit pro Layer unter 60sec wird die Lüftergeschwindigkeit auf entsprechende Geschwindigkeit zwischen 80 und 35% eingestellt.

Bei anderen Layerzeiten wird der Lüfter abgeschaltet.


3: Minimale Geschwindigkeit, mit dem der Lüfter läuft. Vor Einstellung unbedingt testen! Zu niedrige Werte können den Lüftermotor zerstören!


4: Maximale Ansteuerung des Lüfters. Der K8200 läuft mit 15V, der Lüfter ist aber für 12V ausgelegt! Daher eher ca. 80% einstellen!


5: Lüftergeschwindigkeit beim Druck von "Brücken", d.h. Druck ohne Unterbau. Hier muss das Plastik möglichst schnell hart werden, damit es nicht nach unten sackt. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Lüfter exakt auf die Ausdruckstelle zielt! (sh. auch hier)


6: Lüfter nicht einschalten beim 1. (oder mehr, einstellbar) Layer


7: Unter dieser Zeit pro Layer springt der Lüfter an


8: Unter dieser Zeit wird das Drucken zusätzlich verlangsamt


9: Langsamer als diese Druckgeschwindigkeit wird der Druck nicht verlangsamt. Siehe auch 8.)

Printer Settings

General

Slic3rGeneral.jpg

1: Größe des Druckbettes (beim K8200 200x200)

2: Mittelpunkt des Druckbettes (beim K8200 bei 100x100)

3: Wert, um den alle Z-Werte erhöht oder verringert werden soll

4: Welche Art von G-Code benötigt die Firmware? (beim K8200 RepRap (Marlin/Sprinter/Repetier))

5: Verwendet die Firmware relative Entfernungsangaben? (beim K8200: nein)

6: Anzahl an Extrudern

7: Soll sich die Firmware um das Zurückziehen des Filaments kümmern?

8: Veraltete Funktion, um die Druckgeschwindigkeit zu verlangsamen, damit der Drucker weniger vibriert.

Custom G-Code

CustomG-Code.jpg



Extruder 1

Extruder1.jpg


1: Durchmesser der Düse

2: Abstand zwischen den Extrudern (bei mehreren), wenn dies nicht von der Firmware unterstützt wird.

Retraction

Hierbei wird der Extrudermotor bei Bewegungen ohne Filamentausgabe kurz rückwärts bewegt, damit die Düse weniger tropft.

3: Wie viele mm soll zurückgedreht werden?

4: Soll dabei auch der Extruder hochgehoben werden? (und wie weit?)

5: Wie schnell soll der Motor gedreht werden?

6: Soll beim erneuerten Vorwärts-Drehen mehr gedreht werden, als zurückgedreht wurde?

7: Bei kleinen Bewegungen nicht zurückziehen

8: Beim Ändern der Schicht zurückziehen

9: Bewegt die Düse zusätzlich seitlich, um ein Fädenziehen zu minimieren